Mittwoch, 14. November 2012

Was brauche ich unbedingt....








Jesper Juul_familylab.de








»Was brauche ich unbedingt?« Die größte Klarheit über unsere Bedürfnisse gewinnen wir immer dann, wenn sie gerade nicht erfüllt werden. Jesper Juul_familylab.de





Wie kann ich überhaupt erkennen, was mir gut tut? 

Gerade berufstätige Mütter denken zuallererst an die Familie, den Beruf, den Haushalt, Freunde und Familie und meistens zuletzt an sich. Doch was kann ich tun, damit es mir gut geht?

Dazu eignen sich diese Übungen
Eine einfache Übung für mehr Achtsamkeit sich selbst gegenüber ist der „Body Scan“: ein-, zweimal am Tag fünf Minuten Pause machen, die Augen schließen und ganz langsam und bewusst nacheinander in jede Stelle des eigenen Körpers hineinhorchen: Wie fühlt sich die an? Locker, verspannt, warm, kalt, angenehm, unangenehm? Es ist erstaunlich, wie viele Menschen mit total verkrampften Muskelpartien durch den Tag gehen, ohne dass ihnen das bewusst wird. Erst am Abend dann, wenn die Kopf- oder Nackenschmerzen nicht mehr auszuhalten sind! 

Gut ist es auch Progressive Muskelentspannung zu erlernen und dann bewusst die Muskeln anzuspannen, um hinterher entspannt zu sein. Weiss man wie es geht, kann man sogar die Wartezeit an der Bushaltestelle, in der Schlange an der Kasse oder ein langweiliges Meeting dazu benutzen verspannte Muskeln wieder zu entspannen und so Kopf- und Rückenschmerzen vorbeugen. 

Oder probieren Sie den „Energiekuchen“: dazu malen Sie auf ein Blatt einen Kreis. Nun stellen Sie sich die Frage: Wie brauche und verteile ich meine Energie? Teilen Sie anschließend den gemalten Kreis in Kuchenstücke ein, die für die in Ihrem Leben vorkommenden Bereiche stehen: Beruf und Alltagspflichten, Aus- und Weiterbildung, Hobbies und Pflege der Beziehungen und so weiter. All das braucht Zeit und Energie. Unzufriedenheit und Erschöpfung kommen oft daher, dass unsere Pflichten, Wünsche und Interessen mehr Energie und Zeit benötigen, als uns eigentlich zur Verfügung steht. Oft ist uns nicht bewusst, wie wir täglich unsere Energie einsetzen, welche Prioritäten wir setzen. Und wie sieht Ihr Kuchen aus? Gefällt er Ihnen? Soll alles so bleiben, wie es ist? Würden Sie gerne etwas daran verändern? Wenn ja, was und wann soll es sich geändert haben und wie sieht Ihr Kuchen dann aus? Zeichnen Sie also einen zweiten Energiekuchen – Ihren Wunschkuchen. Nun überlegen Sie, welches die ersten kleinen Schritte sein könnten, um vom Ist- zum Wunschzustand zu kommen!



Vereinbarkeit von Beruf und Familie Energieräuber Kreis

Auch diese Übung kann helfen zu erkennen was ich brauche und möchte: „Energieräuber finden“. Stellen Sie sich selbst als die schon erwähnte Autobatterie vor: Ein Aufladekabel führt zu Ihnen hin, ein anderes Kabel leitet Energie von Ihnen weg. (Wenn es Ihnen besser gefällt, können Sie sich auch als Tank mit einem Zu- und einem Ablauf oder irgendein anderes entsprechendes Bild vorstellen.) Jetzt nehmen Sie sich zwei Blatt Papier, einen roten und einen grünen Stift. Schreiben Sie mit dem grünen Stift – wieder spontan und ohne langes Nachdenken! – auf ein Blatt alle Tätigkeiten und Personen auf, die Ihre Batterie aufladen (oder Ihren Tank füllen), also Ihnen Energie spenden. Dann schreiben Sie mit dem roten Stift auf das andere Blatt all die Tätigkeiten und Personen auf, die Ihnen Energie abzapfen. Legen Sie die beiden Blätter nebeneinander und vergleichen Sie. Wie ist das Verhältnis rot zu grün? Wovon sollte es mehr in Ihrem Leben geben, wovon weniger?

Viel Spaß beim Ausprobieren!