Donnerstag, 20. Februar 2014

Wie bekommt man eigentlich ein dickeres Fell?

Liebe Leserinnen,
letztens mit einer Bekannten in einem Café: die dreijährige Tochter meiner Bekannten tritt meine Tochter und diese schuppst zurück. Kind eins fällt und brüllt. Eigentlich viel zu sehr, aber sie hat sich erschreckt und so sind 3jährige nun mal. Eigentlich nichts besonderes also.

Warum erzähle ich es hier?
An dieser Stelle beginnt die Geschichte erst richtig. Eine ältere Frau am Nebentisch hat die Szene beobachtet und wendet sich an den Mann am anderen Tisch. Ob er gesehen hätte, wie dies unmögliche Kind das Mädchen geschuppst hätte. Das ginge ja nun wirklich nicht ereiferte sie sich. Den Mann interessierte das Ganze nicht und er beendete das Gespräch. Doch für die Frau war damit noch lange nichts vergessen. Sie sprach erst meine Bekannte an, sagte dann zu meiner Tochter was und am Ende bekam auch ich was zu hören. Puh.

Haben die Leute keine eigenen Probleme? Müssen sie sich einmischen? Was geht es sie an, könnte man fragen. Mich hat es schwer genervt.

Doch wie kommt man zu einem dickeren Fell? Gerade in solchen Situationen, in denen man am liebsten was passendes erwidern würde.

Traurig aber wahr
Es gibt Menschen, die andere klein machen müssen, um sich selber gross zu fühlen. Sicherlich gibt es solche Menschen auch in Ihrem Umfeld. Die spitzen Bemerkungen dieser Leute haben nichts mit uns zu tun, sie dienen nur dazu, das eigene Miderwertigkeitsgefühl zu vertuschen.

Was können wir tun?

Ich bin, wie ich bin!
Und das ist gut so. Der beste Schutz gegen Verletzungen aller Art ist ein gesundes Selbstbewusstsein. Versuchen Sie sich anzunehmen, vergleichen Sie sich nicht mit anderen, betonen Sie Ihre Stärken und akzeptieren Sie Ihre Schwächen. Dann wirkt das gesunde Selbstbewusstsein wie ein gutes Immunsystem und krank machende Angreifer haben keine Chance.

Schluss mit lustig!
Sind Sie manchmal vielleicht auch einfach zu nett? So wie ich zu dieser Frau, zu der ich nchts sagte, sondern sie einfach ignorierte? Freundlichkeit wird gelegentlich mit Schwäche verwechselt. Wer lernt sich abzugrenzen und NEIN zu sagen, schafft damit eine gesunde Distanz zu denen, die gern einmal austeilen.

Bild Dir deine Meinung
denn wer empfindlich ist, neigt dazu auch kleinste Äusserungen als Angriff zu werten. Tauschen Sie sich in solchen Fällen mit anderen aus, wie sehen diese die Sachen? Eine neutrale Sicht auf die Dinge tut manchmal gut. Und Sie werden überrascht sein, wie untershciedlich die Dinge wahrgenommen werden.

Spassbremsen keine Chance!
Umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihnen gut tun und die sie mögen. Tun Sie häufig Dinge, die Ihnen gut tun, die Spass machen und Sie ausfüllen. Den wer sich bei dem unwohl oder unsicher fühlt, was er oder sie oft tut, der neigt viel eher dazu dünnhäutig zu reagieren. Mir geht das besonders an den Tagen so, wenn ich viel im Haushalt zu tun habe, viel im Job ansteht und der Schreibtisch auch noch ruft.

Also, je wohler wir uns fühlen, um so selbstsicherer sind wir und solche Leute, wie diese alte Frau können uns getrost den Buckel runterutschen. Meist kommen die schlauesten Kommentare eh von denen, die keine Kinder haben oder deren eigene schon lange aus dem Haus sind.

Herzliche Grüße