Sonntag, 29. Januar 2017

Ab wann in die Kita?

Liebe Leserin,
eine häufige Frage ist: "wann soll ich mein Kind in die Krippe oder den Kindergarten geben?"

Viele wollen die Zeit mit ihrem Kind auskosten und sie intensiv erleben, bevor das Kind in die Kita kommt und man selber wieder arbeiten geht.


Erst am Ende der Elternzeit in die Kita geben?

Solange wie möglich mit der Eingewöhnung zu warten, davon möchte ich abraten, auch wenn der Wunsch verständlich ist. Jedes Kind benötigt jedoch eine ganz individuelle Zeit, bis es in der neuen Umgebung angekommen ist. Meine Tochter war damals schon nach einem halben Tag angekommen, einfach weil sie es von Anfang an liebte unter Kindern zu sein. Doch so ist nicht jedes Kind. Vielleicht braucht Deine Kleine etwas länger. Vielleicht sogar ein paar Wochen länger. Statt irgendwann überstürzt die Eingewöhnung zu machen, wäre es besser, das Kind schon stundenweise in die Krippe oder den Kindergarten zu geben. So ist für beide die Umstellung auf einen neuen Lebensabschnitt leichter, wenn Mama nur ein paar Stunden weg ist oder eben auch andersherum, das Kind nur wenige Stunden von anderen betreut wird.

Wichtig zu wissen: manche Kindertagesstätte verlangt von vorneherein ein paar Wochen Zeit, um ein neues Kind einzugewöhnen. Auch deshalb sollte man den Übergang von Zuhaus in die Kita langfristiger sehen und planen.

Kinder brauchen Kinder

Dazu nahm eine der bekanntesten Kinderbuchautorinnen deutschlands Kirsten Boie im im Interview mit der Süddeutschen Zeitung Stellung: Ihre Kinder brauchen Sie nicht jede Minute des Tages 
 
„Viele Untersuchungen zeigen, dass die Kinder von den Anregungen in der Kita enorm profitieren, sowohl was die kognitive als auch was die Entwicklung des Sozialverhaltens betrifft. Wenn also gewährleistet ist, dass Ihre Kinder während Ihrer Abwesenheit gut betreut sind, dann sind sie sicher auch sehr glücklich über einen Vater, der sich in der Zeit, in der er bei ihnen sein kann, wirklich mit ihnen beschäftigt. Das ist für Ihre Kinder viel wichtiger als Ihre permanente Anwesenheit zu Hause“ so die bekannte Kinderbuchautorin. Wie ich finde, ein sehr guter Ansatz für Väter und Mütter.


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