Samstag, 12. August 2017

Tu Dir gut!

Liebe Leserin,


dass kennst Du sicher auch von dir: du willst noch eben schnell die Freundin anrufen, schnell einkaufen, die Whats Apps beantworten oder ein paar Mails schreiben. Ach und auch noch ein Geschenk für den Geburtstag am Wochenende bestellen. Viel ist zu tun, doch wenn wir uns den Tag mal anschauen, fressen diese kleinen Dinge ziemlich viel Zeit. Schnell ist wieder eine halbe Stunde um.

Eine Viertelstunde für die eine oder andere Erledigung bleibt immer übrig. Es muss ja sein - oder?

Teilnehmerinnen sagen oft: „Vernachlässige ich dann nicht meine Familie, wenn ich mir Zeit für mich nehme? Wer kümmert sich dann um meine Kinder?“ oder:
„Vernachlässige ich da nicht meine Beziehung?“ oder
„Wenn ich nein zu Kollegen sage und nicht mehr bei jedem Zusatzauftrag, jedem Wunsch um Unterstützung nein sage, dann komme ich doch zickig und unkollegial rüber!"

"Wenn ich nicht mehr für meine Freundin/Mutter/Schwiegermutter da bin, wenn sie anrufen oder mich sehen wollen, ich viel weniger Zeit für meine Freunde habe – was werden die denken, wenn ich dann total anders bin?! Mögen die mich dann denn noch?“ 

Ja, vielleicht sind die Sorgen berechtigt und all diese Fragen sind sehr verständlich.Doch was ist der Preis dafür?

Viele berufstätige Mütter haben ein permanent schlechtes Gewissen und strengen sich deshalb noch mehr an. Die eigenen Interessen bleiben dabei komplett auf der Strecke.

Wir alle kennen jemanden, bei dem es leichtfallen würde sich abzugrenzen: Die Bekannte zum Beispiel, die nur nimmt und nie gibt. Die nur anruft, um ihre Sorgen loszuwerden oder Bewunderung für etwas zu bekommen, sich sonst aber nicht meldet und auch nicht fragt, wie es mir geht. 
Oder wenn ich beim Telefonklingeln schon weiss, dass wenn ich drangehe eine Stunde weg ist. So nett das Gespräch vielleicht ist, mancher kommt nicht zum Punkt ;-)

Hier könnten wir mal Nein sagen und gehen trotzdem auch beim nächsten Anruf wieder dran. Doch wer sich ständig am Rand der Selbstaufgabe bewegt, wird unzufrieden und unglücklich. Selbstaufgabe? Für andere da sein? Darin sind wir Frauen Spezialistinnen. Rücksicht zu nehmen, zu teilen und zu schauen, wie es den anderen geht.

Manchmal wissen wir selber gar nicht mehr genau, was unsere Bedürfnisse sind. 

Job , Kinder, Familie, Privatleben, Termine - wir sind ständig am Rotieren und verlieren den Blick für das, was uns gut tun würde. Sich zu fragen: "Was will ich eigentlich? Passt das jetzt zu mir? Fühle ich mich damit wohl?", das kostet Zeit, die wir scheinbar nicht haben. Wir sollten sie uns dennoch ganz bewusst nehmen. Denn sonst geraten wir in eine fatale Spirale. Immer für alle da zu sein, führt nur dazu, dass wir selber auf der Strecke bleiben. Wir kennen unsere Bedürfnisse irgendwann nicht mehr. Der Körper sendet vielleicht längst Warnsignale. Das Ohr pfeift, der Rücken schmerzt, der Magen drückt oder der Kopf dröhnt. Miese Laune, Lustlosigkeit und Ärger, der in einem hochsteigt, das sind Signale, die einem sagen: höchste Zeit, freundlich Nein zu sagen und sich der eigenen Grenzen und Bedürfnisse bewusst zu werden.


Leben bedeutet ständige Veränderung.

Deswegen ist es auch so wichtig, dass Du immer wieder aufs Neue überprüfst, ob Du noch die Person bist, die du sein möchtest. Ob dies das Leben ist, das du leben willst.

Was vielleicht vor zwei Jahren noch genau richtig war, kann heute falsch. Was heute wichtig ist, mag in 2 Jahren ganz anders sein. Im Leben mit Kindern verändert es ich allein schon durch den Eintritt in die Krippe, den KIndergarten, die Grundschule und so weiter. Feste Punkte, an denen wir dem Leben eine neue Richtung geben müssen.

Was macht dich also jetzt
glücklich?

Wie kannst Du die heute etwas Gutes tun?

 Herzliche Grüße

 




Samstag, 5. August 2017

So klappt der Start in den Kindergarten

Jacko-o hat eine tolle Liste zusammengestellt, wie der Start in den Kindergarten gut gelingt. ZUm Herunterladen gibt es eine ausführliche Checkliste dann hier:

Bestens ausgerüstet: Was braucht mein Kind für Krippe, Kindergarten & Co?

 Checkliste - So klappt der Start im Kindergarten

Gefunden bei Jacko-o

Auch interessant ist ein Artikel bei Leben und Erziehen:

Was Eltern vor dem Kindergarten-Start wissen sollten

Samstag, 29. Juli 2017

Wandern mit Kind: Familienwanderung zu den Kuhflucht Wasserfällen

Liebe Leserin,
wir sind nach 2 Jahren mal wieder den Erlebniswanderweg in Farchant bei Garmisch gegangen. Das Highlight sind dann die Kuhflucht Wasserfälle. Sehr schön beschrieben ist die Tour auf Kimapa, schau doch mal hier:
Der Weg ist bis zum Kneipbecken auch Kinderwagen und Laufrad geeignet, danach wird es zu steil.
18 Stationen bietet der Erlebsniswanderweg. Auf den Infotafeln gibt es Wissens und Rätselfragen, auch mal einen Scherz ;-) Stämme zum Balancieren, Wurzeln und Steine zum Draufklettern, ein Baumtelefon, ein Wald-Xylophon, einen Ort mit Liegen zum erholen und lauschen. Überall stehen Bänke zum Rasten.

Der Weg zu den Wasserfällen bietet dann einen Barfussweg und ein Kneipbecken. Kurz danach kann man am Fluss Steine werfen, rasten und spielen.

Zur Einstimmung ein paar Bilder



 


 Sicker Versuch
 Baumtelefon - auch prima zum Balancieren

 eine der vielen Erlebnisstationen



Samstag, 22. Juli 2017

Neues zum Unterhaltsvorschuss

Liebe Leserin, 
seit dem 1. Juli 2017 sind neue Regelungen zum Unterhaltsvorschuss in Kraft. Mit der Neuregelung wird die Unterstützung beispielsweise bis zur Volljährigkeit des Kindes gezahlt. 

Lies hier alle Neuerungen auf einen Blick!



Samstag, 15. Juli 2017

Alltag im Stress - Schneller, besser, fitter, klüger



Liebe Leserin,
Schneller, besser, fitter, klüger lautet scheinbar die Devise in Deutschland. Oder zumindest hier in Bayern.

Ich erlebte es damals im Kindergarten. Da forderten Eltern Ski- und Schwimmkurse für ihre Kinder, die Vorschule hatte zu wenig Lernstoff und überhaupt erhielten die Kinder viel zu wenig Förderung. 

Grundschüler unter Stress
Aber nicht nur die Eltern wollen immer mehr, schon im frühen Alter. In der Grundschule geht es dann erst richtig los. Das kleine 1x1 hatten wir doch nicht in der zweiten Klasse! Von Division mal ganz zu schweigen. Unsere Tochter war auf einer Privatschule für ein gutes Jahr, dort musste sie englische Verben konjugieren und schreiben, bevor sie überhaupt Deutsch schreiben konnte.

Manchmal frage ich mich da, wann die Kinder einfach  mal Kind sein dürfen.
Immer mehr Lernstoff in kürzerer Zeit, Kampf um Studien- und Arbeitsplätze: Schneller, besser, fitter, klüger lautet immer häufiger die Devise in Deutschland, wenn es um Bildung und Beruf geht. Aber tut das uns gut?
Wohl nicht, denn immer mehr Schüler, Studenten, Eltern und Berufstätige fühlen sich gestresst und überfordert. 
So hat bereits im vergangenen Jahr eine repräsentative Umfrage ergeben, dass bereits Grundschüler unter Stress leiden.
Gerade Familien in Deutschland sind laut einer Studie oft gestresst und leiden unter Zeitmangel und Überlastung. So gibt die Mehrheit der berufstätigen Mütter (55 Prozent) an, in der Freizeit nur noch selten entspannen zu können. Bei den berufstätigen Vätern liegt die Quote der Dauer-Gestressten bei 49 Prozent. 
Traurig aber wahr, nur 28 Prozent der insgesamt 1600 Befragten gaben an, viel Zeit für die Familie zu haben. Das sind die Ergebnisse der Vorwerk-Familienstudie 2012, für die das Allensbach-Institut in Deutschland einen repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt befragt hat.

Inzwischen ist der Feierabend kein freier Abend mehr, denn 29 Prozent aller Berufstätigen gaben an, im Feierabend für Kollegen, Kunden und Vorgesetzte ansprechbar sein zu müssen. Der überwiegende Teil der in Teilzeit arbeitenden Mütter gibt an seltener als die Väter im Feierabend für ihre Firma erreichbar sein zu müssen. Bei ihnen schlägt dafür die Doppelbelastung aus Beruf und Familie umso stärker zu Buche. Wünschen sich Väter mehr Zeit mit der Familie, hätten im Gegenzug die Mütter gerne mehr Zeit für sich selbst.

Meistens hetzen Mütter von Termin zu Termin und die to do Liste scheint auch nicht kürzer zu werden. Da würde es gut tun kurz mal abzutauchen. Doch was kann ich tun, wenn für ein komplettes Entspannungsprogramm meistens sowieso die Zeit fehlt? 

Es muss nicht immer der Kurzurlaub oder ein Besuch im Spa sein, um aufzutanken. Versuche es doch mit einer dieser Entspannungsübungen, die sich fast nebenbei durchführen lassen, egal ob auch Zuhause oder im Büro:

  •  Richte Deinen Blick auf einen Punkt in der Ferne. Was ist das Weiteste, das Du mit bloßem Auge noch erkennen kannst? Wander nun mit den Augen den Horizont entlang. Das wirkt beruhigend und entspannt die Augen 
  • Strecke Deine Arme, Oberkörper und die Füße einmal richtig durch. Das lockert die Muskulatur und kann Verspannungen lösen. Gähne, denn auch das entspannt. 
  •  Atme einige Male tief ein und aus. Spanne nun alle Körperpartien an, die Du bewusst beeinflussen kannst. Halte diese Körperspannung für ca. 30 Sekunden – dann den ganzen Körper entspannen. Spüre nocheinmal bewusst nach wie sich der Körper jetzt anfühlt. Wiederhole die Übung einige Male – und genieße die Wechselwirkung von Anspannung und Entspannung!

Entspannte Eltern tun ihren Kindern gut und manche vielleicht überzogene Leistungsforderung relativiert sich dann auch von selbst, wenn ich einfach wieder Kontakt gefunden habe, zu dem was ich wirklich für richtig halte und nicht meine Tun zu müssen, weil alle anderen es ja auch so machen.

Samstag, 8. Juli 2017

So schöpfen Eltern wieder Kraft




Liebe Leserin,
kaum sind die Pfingstferien oder bei mancher auch demnächst die Sommerferien, vorüber, macht sich der Alltag breit. Aber keine Sorge, es gibt viele Möglichkeiten, sich auch im Alltag kleine "Inseln" zu schaffen. Manchmal hilft es, bewusst innezuhalten und sich etwas Gutes zu tun.

Stress lass nach

Am besten, indem Du dir kleine "Inseln im Strom" schaffst, die du bewusst genießt.
Als Eltern haben wir eine verantwortungsvolle Führungsaufgabe mit Einsatz in Tag- und Nachtschichten und leider ohne geregelten Feierabend. Deshalb ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass Du bei Kräften bleibst. Sich regelmäßig eine Pause zu gönnen, ist eigentlich kein Luxus, sondern ein wichtiger Ausgleich für Deine anspruchsvolle Aufgabe! Deshalb: Erlaube Dir, „Inseln im Strom" zu schaffen.

Zeitfenster schaffen

Finde heraus, was Dir guttut und dabei hilft, zu entspannen und in Balance zu bleiben. Vielleicht sind das Gespräche mit dem Partner oder Freunden. Vielleicht hilft Dir Bewegung an der frischen Luft den Kopf wieder frei zu bekommen oder ein entspannendes Bad nach einem anstrengenden Tag können Wunder wirken. Versuche konkrete Zeitfenster für Dich zu schaffen. Dafür brauchst Du auch die Unterstützung deines Partners und der Familie.  Es muss manchmal gar nicht lange sein, aber ein bisschen Zeit nur für sich, das tut einfach gut. So kann man abschalten und bekommt wieder neue Energie für die Herausforderungen des Alltags.

Wünsche konkretisieren

Folgende Fragen sind hilfreich, um sich über die eignen Bedürfnisse bewusst zu werden:
  • Konkretisiere Deine Vorstellungen von Kraft tanken: Was tut mir gut?
  • Wie ist Dein Tagesablauf? Wo kannst Du dir Zeitfenster schaffen und auch nutzen?
  • Wenn Du Kraft aus dem Zusammensein mit anderen ziehst: wie lassen sich gemeinsam entspannende Momente im Alltag einbauen?
  • Wie kann aber auch jeder einzelne neue Energie tanken und wie können uns als Eltern gegenseitig unterstützen?  
Halte Deine Vorstellungen fest und versuche deinen Wünschen durch kleine Veränderungen Schritt für Schritt näherzukommen.

Wichtig ist, nicht nur für sich selber Zeitinseln zu schaffen,  sondern bewusst auch zusammen mit der Familie.